Kinder ohne Grenzen e. V.
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Projekt-Dossier

Nachhaltige multifunktionale Landwirtschaft für Südafrika - ein ökologisches und soziales Agrarprojekt stellt sich vor

Rapsfelder in Südafrika
Rapsanbau in der Westkap-Region, wirtschaflich, ökologisch und nachhaltig

Gerade der fortschreitende Klimawandel zeigt: Nur eine nachhaltige, ökologisch-orientierte Landwirtschaft kann langfristig einen verlässlichen Beitrag zur Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln leisten. Nur an die individuellen Standorte angepasste Produktionssysteme vermindern das Risiko langfristiger Bodendegradierung und sichern einer weiter wachsenden Weltbevölkerung eine bessere Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln. Diesen Gedanken hat Kinder ohne Grenzen e.V. aufgenommen.Kinder ohne Grenzen e.V. aufgenommen.


Vorhaben

Kinder ohne Grenzen e.V ist seit nunmehr zehn Jahren in der humanitären Hilfe über die Förderung von Schul- und Ausbildungsprojekten in Südafrika aktiv. Satzungszweck des Vereins ist die Hilfe für notleidende Kinder und Jugendliche im südlichen Afrika mittels nachhaltiger Konzepte der beruflichen Bildung und Berufsförderung.

Kinder ohne Grenzen e.V möchte mit dem Agrarprojekt ganz bewusst den Schritt eines Entwicklungsprojekts vor Ort fördern.

Das hier vorgestellte Agrarprojekt soll mittels erwirtschafteter Überschüsse diesen Hilfsansatz stützen und gleichzeitig die beteiligten Menschen an den Farmstandorten für einen eigenen landwirtschaftlichen Existenzaufbau schulen und ausbilden. Damit trägt Kinder ohne Grenzen e.V. maßgeblich zur Einkommens- und Ernährungssicherung im Sinne der südafrikanischen Landreform bei.

Dabei basiert dieses Projektvorhaben auf einer einzigartigen Kombination: die Verknüpfung einer durch stetig steigende Nahrungsmittelnachfrage wachsenden wirtschaftlichen Wertschöpfung verbunden mit den Gedanken eines nachhaltigen, sozialen und ökologischen Investments für Projekte von Kinder ohne Grenzen e.V. und den hier involvierten Familien.

Kinder ohne Grenzen e.V plant den Erwerb von landwirtschaftlichen-Flächen in der Nord- und Westkap Region von Südafrika. Auf Farmgrößen von 100 bis 500 ha soll ökologischer Landbau nach neuesten betriebswirtschaftlichen und produktionstechnischen Erkenntnissen und Anbaumethoden betrieben werden. Ein striktes ökonomisches Monitoring garantiert positive Betriebsergebnisse und gesicherte Einkommen.

Projektstandort Südafrika

Getreidefelder vor der Ernte, Getreidefelder, Erntemaschinen beim Einsatz
Getreidefelder                                     Getreidefelder vor der Ernte                Erntemaschinen beim Einsatz


Ökologisches Landbau-Projekt

Notwendigkeit:

Agrarprojekte in Afrika sind von großer Bedeutung, denn nicht nur die unmittelbare Armut soll bekämpft werden, sondern auch das Erlernen eines schonenden Umgangs mit Ressourcen sowie nachwachsenden Rohstoffe sind zukunftssichere Werte, welche zur Ernährungssicherheit weltweit beitragen. Ökologische Agrarerzeugnisse zur Ernährungsgrundlage werden immer wichtiger und schaffen weltweit Arbeitsplätze.

Wichtiger Aspekt:

Durch unnötige Frachtkosten an Getreide (Amerika-Europa-Afrika) könnten Milliarden Dollar/Euro eingespart werden. Aus den somit eigesparten Milliarden Frachtkosten könnten mehrere hunderttausend Hektar Agrarland angekauft / bewirtschaftet, mehreren tausend Menschen ein Arbeitsplatz gewährleistet sowie der afrikanische Markt vor Ort bedient werden.

Aktivitäten, Aufgaben und anstreben

Mit unserer jahrzehntelangen Afrika-Erfahrung sollen in Südafrika mit kontrolliert-ökologischer Landwirtschaft Getreideanbau als Hauptnahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe betrieben werden. Ökologischer Landbau in Südafrika - wirtschaftlich stark, ökologisch verträglich und nachhaltig.

Ohne Getreidezucht kein Brot

Grundschüler sollen lernen, wie aus dem Korn auf den Feldern beim Bäcker Brot und andere Backwaren entstehen - „Vom Korn zum Brot“. So können sie Getreidesorten, den Kornaufbau, Mehlsorten oder die Arbeitswelt von Landwirten kennenlernen.

Es ist sehr wichtig, dass Jungen und Mädchen lernen, wie aus Korn Brot gemacht wird, denn Backqualität spielt eine immer wichtigere Rolle im ökologischen Weizenanbau. Müller und Bäcker stellen hohe Anforderungen an die technologischen Backeigenschaften, weshalb die Landwirte zunehmend unter Druck geraten und zum Teil massive Qualitätsabzüge in Kauf nehmen müssen.

Deshalb sind wir in der Kulturpflanzenentwicklung tätig, der Erforschung, Weiterentwicklung und Erhaltung der biologischen, sozialen und ethisch-kulturellen Grundlagen der Kulturpflanzen im Rahmen einer langfristig ausgerichteten, ökologischen Landwirtschaft.

Um diesen Zweck zu erfüllen, können Kinder ohne Grenzen e. V. / Agra Maßnahmen und Projekte fördern, unterstützen oder selber realisieren, insbesondere durch Erforschung neuer Zuchtmethoden, Züchtung angepasster Sorten für eine nachhaltige Landwirtschaft, Erhaltung, Erweiterung und nachhaltige Nutzung der Kulturpflanzenvielfalt.

Projektkurzinformation

Gründung und Errichtung von Agrarprojekten im südlichen Afrika. Projekte durch Sicherstellung der Selbstversorgung mittels kontrolliert-ökologische Landwirtschaft sollen an erster Stelle stehen. Durch das Gewächshausprojekt und den Getreideanbau könnten die Lebensmittelprobleme langfristig gelöst werden. Das gibt uns den Mut, dieses Projekt an den Start zu bringen. Langfristig kann durch den Verkauf der Überproduktion aus den Gewächshäusern und dem Getreideanbau ein sicherer finanzieller Grundstock für die Landwirte geschaffen werden. All dies ist ein ganz großer Entwicklungsfortschritt.

Vorbereitung und Überprüfung der Agrarflächen nach geeigneten Getreidesorten

Die Vorbereitung geschieht in Zusammenarbeit mit staatlichen Beratungsorganisationen, ähnlich der Deutschen Landwirtschaftskammer bzw. Landwirtschaftsämter und regionalen Saatzuchtunternehmen.

Einsatz von Mitarbeitern und Studenten

Die Farmen werden geleitet von erfahrenen einheimischen Betriebsleitern mit ausgewiesenem fachlichen Hintergrund und geforderter Managementexpertise. Notwendige begleitende Fachberatung wird durch das Departement of Agriculture, Western Cape gewährleistet. Die betriebswirtschaftliche Leitungshoheit liegt bei Kinder ohne Grenzen e.V. (Agrarreferent Dr. Albrecht Flake) unterstützt durch eine Steuer- und Wirtschaftsprüfungskanzlei in Südafrika.

Ausbildung

Die Berufsausbildung in der Landwirtschaft dient der planmäßigen Förderung der Auszubildenden für eine angemessene und von Hilfe weitgehend unabhängigen beruflichen Tätigkeit oder dem Aufbau einer eigenen landwirtschaftlichen Existenz (in Übereinstimmung mit der südafrikanischen Agrarreform). Über das staatliche Bildungswesen hinaus ermöglicht Kinder ohne Grenzen e.V. eine Weiterbeschäftigung auch nach der Ausbildung, um so einen behutsamen und gestalteten Übergang in das Berufsleben bzw. die Eigenständigkeit zu begleiten. Besonderer Wert wird auf eine praktische handlungsorientierte Ausbildung gelegt.

Projektstandorte - Beispiel Region Nordkap Südafrika

Getreidefelder vor der Ernte, Getreidefelder, Erntemaschinen beim Einsatz
Berieselungsanlage

Hier haben Agrarprojekte mit Berieselungsanlagen einen großen Vorteil gegenüber Standorte in Europa: das Klima erlaubt zwei Ernten pro Jahr und die hohe Sonneneinstrahlung ermöglicht Mehrerträge bis zu 40 % bei Weizen oder Körnermais! Die Aussaat von z.B. Weizen erfolgt im Mai/Juni – Erntemonat Dezember. Die Aussaat von Mais erfolgt im Dezember – Erntemonate Mai/Juni. Böden und Klima erlauben darüber hinaus eine breite Fruchtfolge unterschiedlichster Anbaupflanzen. Neben Mais und Weizen gedeihen Soja und verschiedenste Hülsenfürchte als Eiweißpflanzen, Raps und Lupinen als Ölpflanzen, Zwiebeln und diverse Gemüsesorten für die direkte Vermarktung an die verarbeitende Industrie. Auf weniger geeigneten Flächen kann immer noch erfolgreich Baumwolle angebaut werden. Der ökologische Landbau benötigt diese breiten Fruchtfolgen. Luzerne und mehrjähriger Kleegrasfutterbau erhalten die Bodenfertilität und liefern darüber hinaus wertvolles Viehfutter.

Nachwachsende Rohstoffe

Noch ein Wort zu nachwachsenden Rohstoffen. Kinder ohne Grenzen e.V. behält sich die Option offen, auch diese in der Fruchtfolge auf den Farmen anzubauen. Zu wichtig ist heute deren Nutzung im Kampf gegen den globalen Klimawandel. Nachwachsende Rohstoffe tragen zur Schonung der fossilen Ressourcen bei und mindern den Ausstoß klimaschädlicher Gase. Zugleich schaffen sie Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Jedoch darf deren Anbau nicht auf Kosten der Ernährungssicherheit der lokalen Bevölkerung stattfinden.

Wirtschaftlicher Ruin im südlichen Afrika durch die EU?

Durch die in der EU und Deutschland erteilten Exportlizenzen für Nordafrika werden die geplanten Agrarprojekte systematisch seit Jahren blockiert und behindert. Hierdurch sind erhebliche finanzielle Einbußen für die Kleinfarmer in Afrika entstanden.
Das südliche Afrika wird zum Armenhaus verurteilt.
Eine Chance auf eine Arbeit wird hiermit zusätzlich vernichtet.

Brüssel beziffert das Getreideangebot auf ca. 301,5 Mio. t. Zum Glück läuft der Export in den letzten Jahren auf Hochtouren. Demnach steigt der globale Verbrauch von:

  • Weizen um 15 Mio. t auf 687 Mio. t
  • Mais um 45 Mio. t auf 917 Mio. t

Es könnten die oben genannten Verbraucherzahlen noch übertroffen werden.
Dadurch sind und werden den Kleinfarmern enorme Schäden und Verluste in Höhe von Milliarden Euro entstanden und entstehen.

Das Drittlandgeschäft läuft auf Hochtouren, und von diesem „Kuchen“ schneiden sich auch die Anbieter aus der EU ein ordentliches Stück ab.

Die Ausbeuterei der Getreide- und Fleischlieferanten (Hühnerfleisch) hätte schon längst gestoppt werden müssen.

Dadurch hätte der Eigenanbau von Getreide und Geflügelzucht sowie die Selbstversorgung der afrikanischen Bevölkerung schon vor Jahren gewährleistet werden können.

Tatsache ist:

Arbeitsplätze sind knapp, die Arbeitslosenquote in Afrika ist sehr hoch.

Die Hälfte der Afrikaner ist unter 18 Jahren. Die meisten von ihnen haben wegen mangelnder Bildung keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Die afrikanische Bevölkerung wächst so rasant, dass gar nicht genug Jobs geschaffen werden können. Durch bessere Bildungsmöglichkeiten könnten auch hier der Flüchtlingsstrom nach Europa verringert werden.

Die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union sind sich nicht bewusst, dass Südafrika die gleichen Flüchtlingsprobleme hat.

Nicht nur nach Europa flüchten die Afrikaner. Schockieren ist, dass fast 2,5 Millionen Menschen in den letzten Jahren von Simbabwe, Angola, Sambia, Kongo, Malawi usw. in Richtung Südafrika geflüchtet sind und noch flüchten.

Sollten wir in den Bereichen der Ernährung, nachhaltiger Ressourcenschutz, Klima- und Umweltschutz nicht weiter auf der Höhe bleiben, haben wir in volkswirtschaftlicher und arbeitspolitischer Hinsicht viel zu verlieren.


Fazit:

Die große Gefahr ist: Die Wüsten Sahara dringt Jahr für Jahr weiter in den Süden vor, das schwächt die Landwirtschaft am meisten.

Hunger holt Afrika ein: Die Dürre wird Menschenleben fordern, dass gilt als sicher. El Nino hat auch das südliche Afrika in eine schwere Dürrekriese gestürzt. Mehr als 30 Millionen Menschen sind in der Region von Hunger bedroht. In Südafrika etwa geht die Regierung davon aus, 14 Millionen Menschen helfen zu müssen.

Mehr als 50 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika und den Süden des Kontinents akut von Hunger bedroht. Es herrscht die schlimmste Dürre seit Jahrzenten (Quelle DPS).


Frauen
Zufriedene Menschen dank KoG e.V.

Liebe Sponsoren, Spender und Förderer,

Kinder ohne Grenzen e. V. möchte sich bei allen Spendern ganz herzlich bedanken, in der Hoffnung, dass wir unsere Ziele weiter fortsetzen können.

Helfen Sie mit Kindern eine Zukunft zu geben, denn Ihre Spende kommt an!



Misswirtschaft ohne Agrar-Ausbildung im Gewächshausprojekt

Verlassene Gebäude und Lagerräume  Verlassene Gebäude und Lagerräume
Verlassene Gebäude und Lagerräume

Verlassene Gebäude und Lagerräume  Verlassene Gebäude und Lagerräume
Menschliches Versagen im Gewächshausprojekt, wo Champignons Pilze gezüchtet wurden.


Nur so geht es mit Fachlicher Agrarausbildung

Gewächshausprojekt mit Bewässerungsanlagen.
Gewächshausprojekt mit Bewässerungsanlagen.

Kinder ohne Grenzen e. V. werden Frauen im Gewächshausprojekt für Gemüse- und Südfrüchte schulen und ausbilden. Es wird Saatgut und Material zur Verfügung gestellt, damit sie das Gelernte unter fachkundiger Anleitung unter Verwendung biologischer Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in die Praxis umsetzen können.